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Osterblumen-Aktion 2026

Auch in diesem Jahr findet wieder die Förderband-Osterblumen-Aktion statt. Die Blumen werden an Gründonnerstag in den Kirchengemeinden verkauft. Der Erlös der Aktion kommt den Projekten des Jugendwerkes zugute.

Josefstag in Siegen: Junge Menschen im Dialog mit Politik, Kirche und Verwaltung

Siegen. Wie erleben junge Menschen Wohnungslosigkeit, Drogenkonsum im öffentlichen Raum oder den Kontakt zu Streetwork-Angeboten? Und vor allem: Werden ihre Perspektiven von denen gehört, die Entscheidungen treffen?

Beim Josefstag in Siegen, organisiert vom Katholischen Jugendwerk Förderband, standen genau diese Fragen im Mittelpunkt. Der Aktionstag brachte Jugendliche mit Politikerinnen und Politikern, Kirchenvertretern sowie Verantwortlichen aus Verwaltung und sozialen Einrichtungen zusammen.

Ausgangspunkt und zentraler Veranstaltungsort waren die Räume des Hafen57, einem offenen Beratungsangebot für junge Menschen in Siegen. Von dort aus machten sich die Teilnehmenden gemeinsam auf den Weg durch die Stadt, um Orte und Situationen kennenzulernen, die für Jugendliche in schwierigen Lebenslagen eine besondere Rolle spielen.

Themen, die bewegen: Wohnungslosigkeit für junge Menschen, Drogen, Streetwork

Während der gemeinsamen Tour tauschten sich die Teilnehmenden aus, sprachen über ihre Erfahrungen und Beobachtungen. Sie kamen ins Gespräch über fehlenden bezahlbaren Wohnraum, über Unsicherheiten im öffentlichen Raum und über die Bedeutung niedrigschwelliger Hilfsangebote. Begleitet wurden sie von Mitarbeitenden des Jugendwerkes Förderband, die Einblicke in ihre tägliche Arbeit gaben und verdeutlichten, wie wichtig Vertrauen, Präsenz und schnelle Unterstützung für Jugendliche in Krisensituationen sind.

Der Josefstag bot den Jugendlichen die seltene Gelegenheit, ihre Sichtweisen unmittelbar an diejenigen weiterzugeben, die politische und strukturelle Entscheidungen treffen. „Es ist etwas völlig anderes, wenn man nicht über junge Menschen spricht, sondern mit ihnen“, betonte ein Teilnehmer.

Grußworte aus Politik, Verwaltung und Kirche

Zum Auftakt des Aktionstages richteten mehrere Gäste ihre Grußworte an die Teilnehmenden:

  • Jens Kamieth (CDU) hob die Bedeutung des direkten Austauschs hervor und betonte, wie wichtig es sei, politische Entscheidungen an den Lebensrealitäten junger Menschen auszurichten.
  • Christoph Szcudlik (Jobcenter Siegen) machte deutlich, dass Unterstützungsangebote nur dann wirksam seien, wenn sie gemeinsam mit den Betroffenen weiterentwickelt würden. Als Beispiel nannte er die Kooperation des Projektes Hafen57 mit den auch räumlich nahen Angeboten des Jobcenters und der Agentur für Arbeit (Jugendberufsagentur).
  • Thomas Klöter (Erzbistum Paderborn) sprach über die (katholische) Kirche im Wandel und wo sie in Zukunft noch stärker Präsenz zeigen möchte. Orte an denen junge Menschen Beratung und Unterstützung finden, seien auch Orte, an denen Kirche „in der Tat“ wirken könne.

Ein Tag, der Wirkung zeigt

Der Josefstag in Siegen zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll echte Begegnungen sind. Das Katholische Jugendwerk Förderband sieht den Aktionstag als wichtigen Impuls, um strukturelle Herausforderungen sichtbar zu machen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

„Wenn junge Menschen ernst genommen werden, entsteht Vertrauen — und daraus entsteht Veränderung“, fasste ein Mitarbeiter des Jugendwerks zusammen.

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