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JUST! Girls in Hamburg im Sommer 2021

JUST! 22 gegen Jugendkriminalität

Ansprechperson/Kontakt
Stefan Weskamp

JUST! 22 gegen Jugendkriminalität ist ein neues Projekt beim Jugendwerk Förderband Siegen, das mit jungen Menschen zwischen 12 und 22 Jahren im Stadt- und Kreisgebiet Si.-Wi. arbeitet, die auf dem Weg sind in die Jugendkriminalität abzugleiten oder bereits erste Straftaten begangen haben.

Zudem können auch Jugendliche, die Opfer solcher Straftaten geworden sind im Projekt einen Anlaufpunkt haben.

Neben der Beratung und möglicher Einzelfallhilfen ist auch die präventive Arbeit ein wichtiger Teil von JUST! 22.

Hintergrund / warum JUST! 22 gegen Jugendkriminalität:

Wir haben JUST 22 gegen Jugendkriminalität entwickelt, um auf die Erfahrungen und Erlebnisse in der aufsuchenden Arbeit der letzten Jahre im Projekt JUST! Streetwork zu reagieren. Dort haben wir schon lange mit jungen Menschen zu tun, die aus vielfältigen Gründen aus zuvor stabilen Strukturen wie Familie, Schule, Qualifizierung / Ausbildung gefallen bzw. abgekoppelt sind und nicht selten im weiteren Verlauf den eigenen Zugriff auf ihr Leben verlieren.

Das führt zu einer nicht geringen Zahl orientierungsloser Jugendlicher, die in diesen instabilen Verhältnissen leben und deren zentraler Lebensmittelpunkt sich zunehmend auf die Straße und den damit einhergehenden Herausforderungen und Gefahren verlagert.

Nicht selten verschärfen sich dann die Problematiken, da die jungen Menschen mit Szenen, Gruppen oder Einzelpersonen in Kontakt kommen, denen ebenfalls Strukturen fehlen und die zum Teil bereits in Suchtverhalten, Gewalt und Kriminalität abgerutscht sind.

Daraus kann sich relativ schnell eigenes delinquentes Verhalten als Option und Ausweg aus eigenem Scheitern und Überforderungen entwickeln und verfestigen.

Aber auch bei den jugendlichen Opfern solcher Straftaten kann das Erlebte noch lange nachwirken und Ängste, Einschränkungen, Traumata etc. können sich als direkte Folge im Lebensalltag festsetzen.

Das eigene Gestalten des Lebens kann dann im weiteren Verlauf aufgrund restriktiver Maßnahmen bei den Tätern oder aufgrund physischer und/oder psychischer Folgen bei den Opfern verändert oder auch sehr eingeschränkt werden und nachfolgend weitere Probleme auslösen.

Jugendkriminalität in all seinen Facetten kann aber auch aus Neugier bzw. dem Austesten von Regeln und Grenzen situationsbedingt geschehen und geht dann auch oft mit dem Unterschätzen möglicher strafrechtlicher Folgen einher. Dies kann auch für junge Menschen aus stabilen und bindungsstarken Lebensumfeldern gelten, die zuvor wegen Straftaten nicht auffällig waren.

Was will JUST! 22 gegen Jugendkriminalität:

Wir möchten bei JUST! 22 gegen Jugendkriminalität solche o.g. möglichen Entwicklungen und Folgen von Jugenddelinquenz mit präventiver und fallorientierter Arbeit entgegen wirken und betroffenen jungen Menschen ein Angebot mit auf sie individuell zugeschnittenen Hilfen anbieten.

 

Kontakt über:

Stefan Weskamp, Mitarbeiter bei JUST! 22 gegen Jugendkriminalität

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